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Beim akustischen Weihnachtskalender vom Erbsenprinz, alias Carsten Koch. Dort liest ab 1. Dezember jeden Tag ein anderer Autor/Autorin seine Geschichte vor und versüßt uns damit die Vorweihnachtszeit.
Auch meine Geschichte – Wendt & Grünchen – ist dieses Jahr erstmalig hinter einem Türchen versteckt.

Heute um Mitternacht – 3. Dezember 2019 – wurde das Geheimnis gelüftet. Aufregend, aufregend. Nun viel Vergnügen beim Zuhören!

Wendt & Grünchen

Diesmal wuchs die Tanne in unserem Wohnzimmer bis zur Decke. Der Nachbar kappte Ende November die Spitze seiner Douglasie, schleppte sie bis vor unsere Balkontür und fuhr danach in den Urlaub. „Fröhliche Weihnacht den Engelsverrückten“, stand auf einem kleinen Zettel mitten im Grün.
Martin und seine Einfälle!

Ein Sturm war dem majestätischen Baum in die Quere gekommen und bevor das Haus erschlagen würde, so Martin, kürzte er lieber die Spitze.
Es duftete nach Wald auf unserer Terrasse, würzig und frisch. Zwei Katzenaugen leuchteten aus dem Dickicht. Ginger hatte sich also auch schon eingerichtet. Dieses Jahr kann das Baumthema als entschieden gelten. Wie erleichternd.
Zwei Sessel wanderten aus dem Wohnzimmer, damit der Baum einziehen konnte. Jetzt saß Mutter in dem verbliebenen Sessel und ihre Enkel auf dem Teppich. Sie alle häkelten Mützchen und Umhänge für die musizierenden „Wendt und Grünchen“, wie unsere Kinder sie immer nannten. Kleine Holzengel mit grünen Flügeln voller weißer Tupfen. Eine Handarbeit aus dem Erzgebirge. Hoch gefragt und damals unerschwinglich für meine Familie.

Jedes erdenkliche Instrument konnten diese Engel spielen. Ihre Holzstapferbeinchen schauten unter den weißen Hemdchen hervor, die knapp am Po endeten. Ihre nackten Arme hielten das Instrument.
Geigenengel, Tubaengel, Trompetenengel … Sie verstehen das Prinzip?
Und ich besaß sie alle.

Pitt, mein Neffe, war letztes Jahr ihretwegen schon sehr besorgt.
So leicht bekleidet ,könnten sie sich erkälten. Bekämen vielleicht eine schlimme Engelsblasenentzündung, würden für die Weihnachtstage ausfallen und nichts wäre mit der stillen heiligen Musik, schrecklich, schrecklich, murmelte er in einer Tour.

So also wurde meine Mutter kurz nach Halloween mit der Aufgabe betraut, klitzekleine Umhänge für die Engel zu häkeln. Es war ein so gewaltig großes Orchester, dass meine Mutter die Häkelarbeiten an ihre Enkel verteilen musste. Seitdem sitzen die Sechs in jeder freien Minute und behäkeln die Engel. Engelsverrückt, tss, Martin versteht eben nicht, worum es geht.

Auf dem Sofa stapeln sich noch die Kugelkisten. … „

***

Der Handwerksbetrieb Wendt & Kühn aus Grünhainichen fand meine Geschichte so schön, dass sie ihr schwuppdiwupp, einen Platz auf ihrer traumhaft schönen Homepage bereit gestellt hat. Darüber freue ich mich außerordentlich, steckt doch in jeder ausgedachten Geschichte ein wahrer Kern.

Was ich noch so schreibe, wann ich auf Lesereise bin, vielleicht auch an Ihrem Ort, kann jeder unter: Jana Franke nachlesen. Die ersten Termine für 2020 stehen auch schon fest. Über meine Veröffentlichungen bekommt man hier einen Überblick. Wer gerne ein signiertes Exemplar haben möchte, dem schicke ich ein Buch nach Hause. Unter der Email: jm-sfm( at )web.de bestellen Sie. Möglich natürlich auch HIER oder wie am allerliebsten, bei Ihrem Buchhandler des Vertrauens. Wer noch mehr lesen möchte kann das hier tun.

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